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"Ich genieße all die verschiedenen Schläge, welche man im Golf spielen kann."

INTERVIEW MIT DEM GOLFPROFI FLORIAN FRITSCH 

Im Sportiply Magazin präsentieren wir Dir jeden Freitag ein exklusives Interview mit erfahrenen und erfolgreichen Sportlern bzw. Sportlerinnen. 

Damit wollen wir die Vergleichbarkeit (soweit überhaupt möglich) der verschiedenen Sportler aber auch der Sportarten ermöglichen, um Dir ein besseres Bild zu verschaffen!

Jede Woche lassen wir uns Fragen wie .... Ernähren sich alle Sportler gesund? Muss jeder gleich viel trainieren? Wie motivieren sich die Athleten? ... und viel mehr, beantworten.

Außerdem erfährst Du hier mehr über die Persönlichkeit des Athleten selbst und natürlich über die Sportart an sich!

 

Heute stellen wir Dir den Profigolfer Florian Fritsch vor!

Der 32-jährige widmet sich dem Golfsport schon als Kind im Alter von 10 Jahren. 

Sich als Berufsgolfer durchzusetzen und von den Einnahmen bis dahin zu leben, ist nicht einfach, wie Florian uns erzählt. 

Er wurde zum Player of the Year 2016 der PGA of Germany ausgezeichnet und zu seinen größten Erfolgen zählen der Vize-EM Titel 2005 für Deutschland und die deutschen Meisterschaften mit St. Leon-Rot.

Zudem hat der Gewinn der Bayerischen Meisterschaften im Alter von 14 Jahren einen extrem hohen Stellenwert für ihn.
Was diesen Sieg für ihn so besonders macht, erfährst Du im Interview.

 

Viel Spaß beim Lesen! 😊


Deine große Leidenschaft ist Golf!
Wie lange machst Du das inzwischen und wie kamst Du dazu?

Ich spiele seit August 1995 Golf. Mein erster Club war der Golfclub Pfaffing München-Ost e.V. Mein erster Trainer war Robert Lamprecht. Und zum Golfen kam ich, wie viele damals, durch meine Eltern, welche wiederum durch meine Großeltern mit dem Golfsport begonnen haben.

 

Welchen Reiz hat das Golfen für Dich? Was macht diese Sportart für Dich besonders?

Ich genieße all die verschiedenen Schläge, welche man im Golf spielen kann. Es gibt so viele Dinge, die man mit dem Ball anstellen kann und genau das befriedigt meine kindliche Verspieltheit.

Außerdem scheint diese Sportart ein hohes Maß an Demut und Akzeptanz zu verlangen. Viele, die Golf spielen, werden mir Recht geben, dass man in unserer Sportart wenig erzwingen kann. Sie ist recht anspruchsvoll, aber umso größer ist das Glücksgefühl, wenn etwas gelingt.

 

Du bist ja Berufsgolfer, hast also quasi Dein Hobby zum Beruf gemacht! Wie schwer war es, sich „durchzusetzen“ um wirklich vom Golfen leben zu können?

Es ist schon nicht einfach. Als Single kann man einigermaßen von den Einnahmen aus Turniergeldern und Sponsoring in der 3. und 2. Liga auskommen.
Wenn man aber eine Familie alleine durchs Golfen finanzieren möchte, sollte man schon im Oberhaus „European Tour“ spielen. Insofern gibt es einen starken Druck, dort hinzukommen und dort zu bleiben, wenn man in seiner Familienplanung den nächsten Schritt machen möchte.

 

 


"Ich möchte weiter an den Dingen arbeiten, die mich in die Lage versetzen, irgendwann auf der European Tour gewinnen zu können."


 

Was ist Dein größter sportlicher Erfolg und was waren Deine schönsten Momente als Sportler?

Mein sportlich größter Erfolg war der Sieg der Bayerischen Meisterschaft AK 18 im Alter von 14 im Jahre 2000. Im Jahr zuvor wurde ich wegen mangelndem Einsatz aus der Landesförderung geworfen und dann gewinn ich diese Meisterschaft. Das war/ist für mich sehr schmeichelnd. Inzwischen habe ich damit aber meinen Frieden geschlossen, da ich damals etwas „Drama-Queen“ mäßig unterwegs war.

Meine schönsten Momente als Sportler waren bestimmt die Erfolge, die ich in einer Mannschaft feiern durfte. Sei es der Vize-EM Titel 2005 für Deutschland oder die deutschen Meisterschaften mit St. Leon-Rot.
Wenn ich mich mit anderen freuen kann, macht es das sehr besonders.

 

Welche sportlichen Ziele hast Du für diese Saison?

Ich möchte weiter an den Dingen arbeiten, die mich in die Lage versetzen, irgendwann auf der European Tour gewinnen zu können.

 

Wie voll ist ein Terminkalender eines Golfers über die Saison verteilt?

Von Januar bis April stehen für mich wenige Turniere an, aber dafür viel Saisonvorbereitung.
April bis November wird dann voll „on Tour“ Turniere gespielt.
Und zwischen November und Anfang Januar geht es eher entspannter zu und es bleibt mehr Zeit für Privates.

 

Wie sieht Deine Trainingsroutine normalerweise aus? Gibt es Übungen, die Du nicht so gerne machst?

Meistens bin ich von 08:00 bis 16:00 Uhr auf der Anlage und strebe dort sechs Netto-Trainingsstunden an. Das inkludiert auch mein Fitnessprogramm, welches ich dreimal die Woche im Winter mache. Gerade Fitness- und Puttübungen stellen Herausforderungen für mich dar.

 

Wie schaffst Du es, Dich immer wieder zu motivieren?

Das sind mehrere Gründe. Aber die beste Art und Weise für mich, die Motivation wieder in den Vordergrund zu holen, ist mich immer mit der Frage „Warum machst du das?“ zu konfrontieren... Meistens ist am Ende dieser Frage eine Antwort, die einen weitermachen lässt.

 

Hast Du ein Vorbild? (Wenn ja, wer und warum)

Alle Sportler, die ihren Sport aus Liebe zum Sport ausüben und nicht wegen des Geldes. Daran möchte ich mich selber mehr orientieren.

 

Welchen Stellenwert nimmt Deine Ernährung ein?
Hast Du eine „Lieblingssünde“?

Ich habe mit Robin Horvath angefangen, an meiner Ernährung zu arbeiten. Es ist ein langsamer, aber stetiger Prozess. Das hat auch „Ego-Gründe“, da ich wenigstens einmal in meinem Leben kein „Bäuchlein“ haben möchte.

     Ich denke, dass Schokolade mein Untergang ist  😊

 

Was hast Du beim Sport immer dabei?
Deine „Sport-Essentials“ - z.B. Lieblingsschuhe, Kopfhörer, ein Riegel, Getränk, Glücksbringer etc.

Ich habe einen Glücksbringer in meinem Bag, welchen ich immer dabei habe. Gerade bei unserem Sport braucht man jede Unterstützung die man kriegen kann.

 

Du wurdest zum Player of the Year 2016 der PGA of Germany gewählt! Was bedeutet dir diese Auszeichnung?

Das hätte ich wirklich nie erwartet. Ich habe lediglich Golf gespielt und dabei kam ein Ergebnis raus, welches von meinen geschätzten Kollegen anscheinend sehr positiv reflektiert wurde. Gerade eine Auszeichnung von/durch Kollegen hat eine sehr starke Aussagekraft und deswegen bin ich doch sehr stolz darauf.

 

Was würdest Du einem Anfänger, der gerne einmal in den Golfsport hineinschnuppern möchte, mit auf den Weg geben?

Auf jeden Fall das Ego zu Hause zu lassen. Sich nicht von irgendwelchen Ergebnissen das Spiel kaputt machen lassen. Es einfach zu akzeptieren und anzunehmen wie es ist.


VIELEN DANK FLORIAN FÜR DIESES TOLLE & SYMPATHISCHE INTERVIEW UND DEN EINBLICK IN DEINE LEIDESCHAFT, DEN GOLFSPORT! ⛳

Folge Florian auf jeden Fall auf Facebook und Instagram sodass Du immer auf dem neusten Stand bist! 😊

Wir wünschen ihm weiterhin ganz viel Erfolg! 😊

 

Fotocredit:
©Allianz Deutschland, 2018
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